Solutions-Workshop im Kreishaus Gütersloh
Roboter, die Besucher durch Ausstellungen führen oder solche, die mit Saugnäpfen ausgestattet sind, um Fassaden hochzuklettern und Fenster zu reinigen, sind längst keine Zukunftsvisionen mehr.

Am häufigsten werden Roboter allerdings momentan noch in Unternehmen eingesetzt. Und genau um diese Roboter - oder genauer Roboterassistenten - in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ging es beim Workshop "Zukunftsfeld Roboter-Assistenten" am 27. Oktober 2009 im Gütersloher Kreishaus. Rund 35 Teilnehmer, zum größten Teil Unternehmer aus dem Kreis Gütersloh, wurden auf der gemeinsamen Veranstaltung der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld und der pro Wirtschaft GT GmbH über die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten von Robotern informiert.
Eine neue Generation von Roboterassistenten, die mit dem Menschen zusammen arbeiten und ihm somit die Arbeit erleichtern, soll auch für kleinere Unternehmen geeignet sein. "Durch die Zusammenarbeit werden positive Eigenschaften des Menschen wie Kreativität und Flexibilität mit positiven Eigenschaften des Roboters wie Kraft und Ausdauer kombiniert", erklärte Bernd Winkler. Winkler arbeitet am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart. Dort werden Serviceroboter, aber auch Assistenzsysteme für Unternehmen entwickelt. Wichtig sei, dass die Assistenzroboter durch Mitarbeiter der Unternehmen einfach zu programmieren seien und sicher mit dem Menschen zusammenarbeiten, so Winkler.
Bis der Einsatz dieser Roboter reibungslos im menschlichen Umfeld funktioniert, wird es allerdings noch einige Jahre dauern, erklärte Prof. Jochen J. Steil, Direktor des CoR-Lab an der Universität Bielefeld. Hierzu müsse die Mensch-Roboter-Schnittstelle noch deutlich verbessert werden, so Prof. Steil. Das CoR-Lab verfeinert zum Beispiel die Lernprozesse des humanoiden Roboters Asimo von Honda und forscht am 7-DoF-Leichtbauarm von KUKA, einem Hersteller von Robotern.
Einen Einblick in den Einsatz von Robotern in teil- oder vollautomatisierten Prozessen, wie er heute schon in Unternehmen möglich ist, erhielten die Workshop-Teilnehmer von Frank Schröder (FSM GmbH & Co. KG aus Kirchlengern) und Markus Kemmer (Schröder Engineering Team GmbH aus Osnabrück).
Der Workshop fand im Rahmen der Reihe ?solutions ? OWL Forum für Technologie und Innovation? statt. Alle Termine der von der OWL Marketing GmbH organisierten Reihe gibt es auf www.solutions-owl.de.
Dr.-Ing. Andrea Kaimann
Tel.: 05241/85-1091
E-Mail: andrea.kaimann(at)pro-wirtschaft-gt.de