
Das von der pro Wirtschaft GT organisierte Schülerspezialangebot zur Ausstellung "7Stationen: Leadership durch intelligente Systeme", im Kreishaus in Gütersloh nahmen rund 290 Schüler von sieben Schulen aus dem Kreis Gütersloh wahr. "Anhand der großen Nachfrage wird deutlich, dass das Interesse an Technik bei unseren jungen Menschen im Kreis vorhanden ist! Dieses auch künftig zu unterstützen und zu stärken ist ein wesentlicher Punkt, um dem zunehmenden Fachkräftemangel im Kreis Gütersloh frühzeitig entgegen zu wirken." so Dr. Andrea Kaimann, Organisatorin des Schülerspezialangebotes.

Das Angebot bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Zunächst wurden die Schüler durch die Ausstellung geführt. Viele Technologien, die in der Führung vorgestellt wurden, waren den Schülern bereits aus dem alltäglichen Leben bekannt. Ein Schüler sagte "Ich habe schon einmal von Robotern gehört, die eingesetzt werden, um zum Beispiel Arbeiten bei hohen Temperaturen für Menschen zu übernehmen."

Nach der Führung durch die Ausstellung wurden den Schülern der 9. und 10. Klasse der Osterrath-Realschule aus Rheda-Wiedenbrück, welche allesamt einen Technikkurs oder eine Roboter-AG besuchen, Automatisierungstechniken an Prüfgestellen der Firma Beckhoff Automation aus Verl erläutert. Sie konnten auch selbst eine Drahtwürfel löten. Das tolle an diesem Angebot war, dass die Auszubildenden von Beckhoff den Schülern die Funktionen und Kompenenten der Automatisierungstechnik am Beispiel einer Förderbandsimulation erklärt haben und auch beim Löten der Drahtwürfel wertvolle Tipps gaben.

Weitere Sechst- und Siebtklässler aus Schulen des Kreisgebietes nahmen das praktische Angebot des Physik Lernlabors Lippe (Phylipp) der Fachhochschule Ostwestfalen-Lippe wahr. Hier wurde mit professioneller Unterstützung von Rainer Kammler, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Physiklabor der Fachhochschule Ostwestfalen-Lippe ein elektrischer Flugkreisel gebaut, wobei die Schüler den Bau nach einer Anleitung vornahmen.

Es gab die verschiedensten Aufgaben zum Beispiel musste geleimt, geschraubt oder fixiert werden. Das Schwierigste war das Löten am Ende. Viele Schüler hatten zuvor noch nie in ihrem Leben etwas gelötet. Entsprechend unsicher gingen sie zunächst an die Aufgabe heran. Nach ein paar Erklärungen seitens Herrn Kammler und seinen Assistenten kamen die Schüler jedoch schnell voran und waren am Ende stolz auf ihre erstes eigenes gelötetes Objekt.
Der praktische Teil hat allen Schülern so gut gefallen, dass sie sich sogar vorstellen können, später einmal in einem maschinentechnischen oder sogar elektronischen Beruf zu arbeiten.
Dr.-Ing. Andrea Kaimann
Tel.: 05241/85-1091
E-Mail: andrea.kaimann(at)pro-wirtschaft-gt.de
Zu dem Schülerspezial wurde ein Podcast erstellt, den Sie sich hier anhören können.