09.12.2010 Der Euro - eine stabile Währung?
25.11.2010 Deutschlands Rolle in der Eurozone
08.11.2010 Die Eurozone - heute und in Zukunft
02.11.2010 Mitgliederversammlung des Europa.Kreis.GT

"Der Euro ist stabil!" Mit diesen Worten beantwortete Dr. Robert Vehrkamp von der Bertelsmann Stiftung klar die Frage nach der Stabilität des Euro. Der dritte und letzte Teil der Veranstaltungsreihe zur Zukunft des Euro, die vom Europe Direct Informationszentrum in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und lokalen Kreditinstituten organisiert wurde, fand jetzt in der Kreissparkasse Wiedenbrück statt.
"Der Euro ist bis heute stabil - stabiler sogar als die D-Mark, sowohl im Binnen- als auch im Außenwert". An dieses Faktum, das Dr. Robert Vehrkamp, Direktor des Progamms "Europas Zukunft" der Bertelsmann Stiftung, an den Anfang seines Vortrages stellte, knüpfte er fünf Thesen an. Unter anderem sprach er sich für eine Politik der Integration aus, in der auch Deutschland gefordert sei, positive Gestaltungsvorschläge zur Währungs- und Wirtschaftsunion einzubringen, um langfristig die Stabilitäts- und Wachstumskriterien in den Haushalten der Länder der EU durchzusetzen. In diesem Sinne solle man die Krise als Chance zu nutzen, so Vehrkamp. Lesen Sie hier weiter.
Daniel Nottbrock, Financial Director der Tönnies Holding GmbH & Co. KG aus Rheda-Wiedenbrück, rechnete den Vorteil des Euro dann auch gleich in bare Münze aus. Als Unternehmen mit Exportgeschäft in 60 Länder muss Tönnies erhebliche Beträge für Währungssicherung in Nicht-Euro-Länder ausgeben. ?Der Euro war für kleine und mittelständische Unternehmen die beste Wirtschaftsförderung überhaupt?, sagt Nottbrock. Das Risiko des Exportgeschäfts in die Länder der Eurozone und die Länder, die ihre Währung an den Euro fest gekoppelt haben, ist erheblich gesunken. Die Vorteile sind: Sichere Kalkulationsbasis, weniger Gebühren für Währungssicherungsgeschäfte, Zeit- und Ressourcenersparnis. Dass die Unternehmen in Deutschland von einer Erweiterung der Eurozone profitieren würden, davon ist Daniel Nottbrock fest überzeugt.
Auch Johannes Hüser, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Wiedenbrück, gab sich vor dem Hintergrund der derzeitigen, teils hitzigen Debatten vergleichsweise gelassen. Aktuell sieht er keine übermäßigen Inflationsgefahren und bestätigt damit das Urteil von Robert Vehrkamp.

Der Diskussionsabend "Christentum und Islam in Deutschland", ausgerichtet von der Stadt Versmold und dem CJD-Projekt "DiverseCity", begleitet durch Europe Direct im Kreis Gütersloh, fand am 2. Dezember 2010 im Rathaus Versmold statt. Zur Diskussion eingeladen waren Ulrich Potz, seit 1985 evangelischer Pfarrer in Peckeloh, Cemil Sahinöz, Journalist und Integrationsbeauftragter des DRK im Kreis Gütersloh, sowie Johann Jendryczko, Theologe und Leiter des CJD-Internats.
Eingebettet in die Adventszeit fanden achtzig Personen den Weg in den Großen Sitzungssaal des Rathauses Versmold und beteiligten sich rege an der offenen Diskussion.
Die Lesung der Ringparabel aus Nathan der Weise durch den Vorsitzenden der Städtepartnerschaft Versmold-Dobczyce, Herrn Jaworski, bildete den Auftakt des Abends. Nikola Weber von Europe Direct eröffnete mit einem Grußwort die nachfolgende Diskussion.
Moderator Bürgermeister Klute bezog nach dem ersten Diskussionsabschnitt, der zum Inhalt die Gemeinsamkeiten der Religionen hatte, das Publikum in die Gesprächsrunde mit ein. Dadurch wurde die Diskussion um die Bedeutung der zehn Gebote in den beiden Religionen und der Dreieinigkeit, verbunden mit der Frage nach der Rolle Jesus, erweitert. Einigkeit bestand in der monotheistischen Glaubensausrichtung. Mit der Überleitung zum zweiten Abschnitt des Abends, den Unterschieden in den Religionen, entwickelte sich der Diskurs zunehmen in die heutige Glaubenspraxis und -auslegung. Mit der weitergehenden Beteiligung des Publikums kamen auch brisante Themen wie die Unterdrückung von Religionen, Ehrenmorde und Selbstmordanschläge zur Sprache.
Wortmeldungen von Religionsangehörigen beider Religionen, von Angehörigen weiterer Religionen und von Atheisten führten zu einem vielseitigen Gedankenaustausch. Die Hoffnung der Veranstalter mit dem Abend ein breites Publikum zu erreichen wurde damit erfüllt.

Der Euro als Teuro? Dieser weit verbreiteten Meinung setzten Joachim Fritz-Vannahme, Director des Programms Europas Zukunft der Bertelsmann Stiftung und Nikola Weber vom Europe Direct Informationszentrum Kreis Gütersloh Fakten entgegen. Bürgerinnen und Bürger waren in die Volksbank Halle/Westf. eingeladen, um sich über die Rolle Deutschlands in der Eurozone zu informieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe ?Die Zukunft des Euro? statt, die das Europe Direct Kreis GT in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und lokalen Kreditinstituten anbietet.
In seiner Begrüßung stellte Rainer Peters, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Halle, das Vorhandensein einer Eurokrise in Frage und begründete dies mit der Stabilität der Währung und der Preise über das vergangene Jahrzehnt hinweg bis in die Gegenwart. Für ihn gibt es für Deutschland keine Alternative zum Euro.
Dieser Meinung schloss sich Joachim Fritz-Vannahme, Europa-Experte der Bertelsmann Stiftung, an. Er erläuterte die zentrale Rolle, die Deutschland als größte Volkswirtschaft in der EU im europäischen Wirtschafts- und Währungssystem spielt. Das Europäische System der Zentralbanken ist als Instrument der Steuerung und Überwachung der Währungsunion nach deutschem Vorbild errichtet worden. Die derzeitige Debatte ? ausgelöst durch Griechenland, Irland und Portugal, führe in die richtige Richtung. Neben den Kriterien der Preisstabilität und Staatsdefizite müssen weitere wichtige Kriterien eingeführt werden, die eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung der jeweiligen nationalen Volkswirtschaften erlauben und so frühzeitige Steuerung ermöglichen.
Alexander Fillers, Inhaber der Unternehmensberatung Taktwechsel KG aus Werther, fand dann auch einen sehr passenden Vergleich. Mit den Deutschen und dem Euro verhalte es sich ungefähr so, wie mit dem Haus, das ein neues Dach bekommen hat. Von 1.000 Dachziegeln liegt einer schief ? und genau da sieht man hin. Auch er appellierte dafür, Krisen als Ausgangspunkt einer Weiterentwicklung zu begreifen.
Die Euro Informationsreihe zur Zukunft des Euro wird am Donnerstag, 9. Dezember, ab 18.00 Uhr mit der Fragestellung ?Der Euro ? eine stabile Währung?? im KommunikationsCenter der Kreissparkasse Wiedenbrück, Wasserstraße 8, in 33378 Rheda-Wiedenbrück fortgesetzt.
Um Anmeldung zu dieser kostenlosen Informationsreihe des Europe Direct Kreis GT wird gebeten: Tel. 05241/851403, Mail: info@europedirect-gt.de
Veranstaltungsflyer zum Download

Bei der Auftaktveranstaltung der Euro-Informationsreihe am 08.11. begrüßte Thomas Sterthoff, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Gütersloh die Initiative des Europe Direct Informationszentrums Kreis Gütersloh, eine Informationsreihe zum Thema Euro zu starten und forderte denn auch "Fakten statt subjektivem Empfinden". Er habe sehr gern sein Haus als Veranstaltungsort des ersten Teils mit dem Titel "Die Eurozone ? heute und in Zukunft" zur Verfügung gestellt.
Nikola Weber, Leiterin des Europe Direct Informationszentrums Kreis Gütersloh rief zunächst die historische Entwicklung der Währungsunion in Erinnerung, bevor Cornelius Ochmann, Osteuropa-Experte der Bertelsmann Stiftung, die heutigen Schwächen, aber auch Chancen analysierte. Er geht davon aus, dass der Währungsunion ein Reformprozess bevor steht. Entscheidend sei seiner Meinung nach, dass jetzt die Weichen für eine Stabilitätsgemeinschaft gestellt werden. Offensichtlich ist, dass die südlichen Länder weit größere Problem haben, Haushaltsdefizite und Wirtschaftskrise zu überwinden als die nördlichen inkl. der nordöstlichen Staaten. "Die Erweiterung hat den Euro gestärkt" ? da ist sich Cornelius Ochmann sicher.
Vielen Teilnehmern der Veranstaltung ging dennoch die Entwicklung in den letzten Jahren zu schnell. Das bestätigte auch Severine Lönne, Geschäftsführerin der Prophete GmbH & Co. KG., die in einem erfrischend praxisnahen Bericht darlegte, welche Probleme die Kurschwankungen des Euro gegenüber Drittwährungen wie Yen und Dollar für ein international arbeitendes Unternehmen bedeuten. Eine langfristige Kalkulation der Zulieferteile, die Prophete quasi aus der ganzen Welt bezieht, sei inzwischen kaum mehr möglich. Deshalb musste auch Prophete dazu übergehen, die Geschäfte auf Devisenbasis über Instrumente der Bank abzusichern. "Eigentlich will ich mich damit gar nicht beschäftigen ? das ist so komplex und kostet so viel Zeit ? wir wollen eigentlich nur gute Zweiräder verkaufen." Damit sprach Severine Lönne vielen Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Herzen.
Die Euro-Veranstaltungsreihe zur Zukunft des Euro des Europa Direct Kreis Gütersloh wird noch an zwei weiteren Terminen fortgesetzt:
Donnerstag, 25.11., 18:00 h Deutschlands Rolle in der Eurozone, Volksbank Halle/Westf, Lange Str. 45 -47, 33790 Halle/Westf.
Donnerstag, 09.12., 18:00 h Der Euro - eine stabile Währung, Kreissparkasse Wiedenbrück, KommunikationsCenter, Wasserstraße 8, 33378 Rheda-Wiedenbrück.

Unter dem Motto "Für Europa begeistern" trafen sich am Dienstag die Akteure des lokalen Europa-Netzwerks Europa.Kreis.GT und interessierte Bürgerinnen und Bürger im Kreishaus Gütersloh zu einer öffentlichen Mitgliederversammlung. Das Netzwerk wird koordiniert vom Direct Informationszentrum Kreis Gütersloh. "Wir haben in der Steuerungsgruppe bewusst dieses Motto gewählt, um die Vorteile der Europäischen Union und die positiven Nachrichten in den Vordergrund zu rücken", erklärt Nikola Weber, Leiterin des Europe Direct Kreis Gütersloh.
So stellte Thorsten Klute, Bürgermeister der Stadt Versmold und Mitglied in der Steuerungsgruppe des Netzwerks, eine Auswahl der zahlreichen Europa-Aktivitäten im Kreis Gütersloh vor. "In den aktiven Städtepartnerschaften, in den Schulen, in Vereinen und Verbänden wird Europa gelebt. Das Netzwerk gibt uns die Möglichkeit, gemeinsam Aktionen zu realisieren und das Thema Europa im Kreis Gütersloh fest zu verankern", sagte er. Gemeinsam mit dem Europe Direct Informationszentrum Kreis Gütersloh soll im Mai 2011 erneut eine Europa-Aktionswoche stattfinden.
Erste Ideen für gemeinsame Aktionen wurden dann auch von den Mitgliedern selbst in einem Europa-Scrabbel entwickelt. Corinna Dröge von der Agentur KunO in Gütersloh moderierte diesen aktiven und zugleich kreativen Teil der Mitgliederversammlung. Unternehmen, Vereine, Bürgerinnen und Bürger, die sich für die lokale Europaarbeit interessieren oder auch mitarbeiten möchten, können sich jederzeit beim Europe Direct Informationszentrum melden. Es wird unter anderem ein monatlich erscheinender Newsletter herausgegeben, der über die Europa-Aktivitäten in der Region berichtet.

In Bielefeld hat am 03. September das Projekt "Europa vor Ort" der Bundesregierung, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlamentes Station gemacht.
Im Rahmen dieser Reihe sind interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, erfolgreiche EU-Projekte in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft kennenzulernen. In Bielefeld wurde in diesem Zusammenhang das Projekt ?BAPTS? (Boosting Advanced Public Transport Systems) vorgestellt.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei einer Fahrt im historischen Sparrenexpress etwas über das Projekt, dass das Ziel verfolgt, konkrete Lösungen für einen attraktiven, bequemen, sicheren, zuverlässigen aber auch umweltfreundlichen öffentlichen Personennahverkehr zu erarbeiten, erzählt. Anschließend gab es eine interessante Podiumsdiskussion zum Thema ?Was tut die EU für Nordrhein-Westfalen??. Neben Georg Moss, der die Stadt Bielefeld vertrat, einem Vertreter der moBIel GmbH, nahmen auch Elmar Brok, (Mitglied des Europäischen Parlament) sowie Dr. Herbert Jakoby, (Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, Leiter der Abteilung V "Europa- und Internationale Angelegenheiten") daran teil und standen den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort.
Das EDI Kreis Gütersloh war mit einem Informationsstand vertreten.

Die Chancen für einen Konjukturaufschwung stehen gut - so oder so ähnlich könnte das Fazit der Infoveranstaltung Finanzierung für das Wachstum lauten. Die pro Wirtschaft GT hatte zusammen mit dem Europe Direct Informationszentrum die Unternehmen im Kreis Gütersloh eingeladen, um sie über die aktuelle Wirtschaftslage in Europa und in Deutschland zu informieren. Rund 70 Teilnehmer informierten sich über die Sonderprogramme der KfW und der NRW.Bank sowie die lokalen Unterstützungsangebote zur Überbrückung von schwierigen Zeiten.
Die Beträge der Referenten können Sie hier herunterladen:
Dr. Thieß Petersen "Hürden des Aufschwungs"