Industrie ist ein Sammelbegriff für alle Unternehmen, die Waren in großer Menge produzieren und dafür Maschinen benutzen. Außerdem heißt Industrie auch, dass neben den vielen Maschinen, die eingesetzt werden (Mechanisierung) auch Computer und Roboter in der Produktion verwendet werden. Da man diese Roboter auch Automaten nennt, spricht man hier auch von der Automatisierung. Automat heißt dabei nichts anderes, als dass die Maschinen bestimmte Abläufe selbstständig ausführen können.
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Mit der Bezeichnung Industrialisierung oder auch industrielle Revolution wird im allgemeinen der Zeitraum der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Die Erfindung der Dampfmaschine 1712 durch Thomas Newcomen legte den Grundstein für die Industrialisierung Englands. Bis heute ist die Dampfmaschine das Symbol der Industrialisierung. Ihre erste bedeutende Anwendung fand die Dampfmaschine 1764. Der Weber James Hargreaves erfand den ersten dampfgetriebenen Webstuhl, der die Industrialisierung des Textilgewerbes einläutete.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde die Dampfmaschine immer weiter verbessert und fand immer breitere Anwendung. Sie ermöglichte den Betrieb von Pumpen in Bergwerken, die so in noch größeren Tiefen Erze und Kohle abbauen konnte. Kohle und Eisen wurden in Hochöfen zu Stahl, aus dem Dampflokomotiven entstanden. Die Eisenbahn, eine mobile große Dampfmaschine, war das Symbol des Fortschritts des 19. Jahrhunderts und mit ihr wurden die Kohle- und Stahlindustrie zu Zugpferden der Industrialisierung Europas. Man findet neben dem noch die sog. 2. industrielle Revolution, die sich auf die Anfang des 20. Jahrhunderts bildenden neuen Industriezweige wie z.B. Optik, Feinmechanik, Chemie und Elektrotechnik bezieht.
Grund für den durch die Industrialisierung ausgelösten Schub an technischer und wissenschaftlicher Weiterentwicklung waren ein starkes Bevölkerungswachstum in Europa, eine sehr gute Versorgung mit Rohstoffen und eine sich bildende Finanzindustrie. Reiche Bürger in Europa scheuten nicht vor riskanten Investitionen in die neuen Technologien zurück und bescherten Europa somit ein starkes und schnelles Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig entstand in den jetzt wachsenden Industriezentren ein soziales Problem. Tausende Arbeiter der neuen Fabriken und deren Familien mussten mit Wohnungen, Kleidung und Nahrung versorgt werden. Außerdem stieg die Umweltbelastung in den industriellen Ballungszentren enorm an.
Das Wort "Innovation" kommt aus dem Lateinischen. Dort heißt "innovatio" soviel wie "etwas neu Geschaffenes". Im Deutschen sagt man statt "Innovation" oft "Erfindung" oder "neue Idee". Allerdings bedeutet der Begriff Innovation in der Wirtschaft, dass zum Beispiel ein schnelleres, günstigeres und umweltfreundlicheres Auto verkauft wird.
Man unterscheidet oft zwischen Produkt- und Prozessinnovationen. Die Produktinnovation meint ein neues Produkt, dass es vorher noch nicht gab. Als Gerorge de Mestral 1951 den Klettverschluss erfand und diesen verkaufte (übrigens hieß der Klettverschluss damals noch Velcro) war dies eine Produktinnovation, denn vor seiner Erfindung gab es nichts Vergleichbares. Eine Prozessinnovation dagegen ist eine Verbesserung eines Produktionsprozesses oder einer Technologie, also wie man etwas herstellt.
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